Leben mit Maulwurfshügeln im Rasen

Landschaftsillustration

Ein Maulwurfshügel mitten im gepflegten Rasen ärgert viele auf den ersten Blick, dabei ist der Maulwurf selbst meist gar nicht das eigentliche Problem. Er lebt unterirdisch von Insekten und Würmern und gräbt seine Gänge dort, wo er reichlich Nahrung findet, was in Wahrheit für einen gesunden, lebendigen Boden spricht.

Die Hügel selbst entstehen durch die Erde, die beim Grabenbau nach oben befördert wird. Sie lassen sich mit einem Rechen oder einer Schaufel leicht einebnen und eignen sich sogar gut als feine, lockere Erde für Töpfe oder kleine Aussaaten im restlichen Garten.

Mit dem Maulwurf statt gegen ihn

Ein Maulwurf zieht meist von selbst weiter, sobald sein Nahrungsangebot an einer Stelle knapper wird. Geduld ist hier oft die einfachste Lösung, gerade weil viele andere Maßnahmen wenig zuverlässig wirken und den Rasen zusätzlich strapazieren würden.

Wo einzelne Hügel wirklich störend sind, etwa mitten auf einer viel genutzten Rasenfläche, hilft es, sie einfach regelmäßig einzuebnen, statt sich über jeden neuen Hügel von Neuem zu ärgern. Nach ein paar Wochen beruhigt sich die Aktivität an dieser Stelle oft von selbst wieder.

Mit der Zeit lernen viele Gartenbesitzer, die Hügel eher gelassen zu nehmen, vor allem wenn sie wissen, wie viel unsichtbare Arbeit im Boden dahinter steckt. Ein Rasen mit gelegentlichen Maulwurfshügeln ist selten Grund zur Sorge, sondern oft nur ein Zeichen für reges Leben unter der Oberfläche.

Die feine, krümelige Erde aus den Hügeln eignet sich heuer wie in jedem Jahr besonders gut zum Auffüllen kleinerer Unebenheiten im Rasen oder als Beimischung für Blumentöpfe am Balkon. So wird aus dem vermeintlichen Ärgernis nebenbei noch ein kleiner praktischer Nutzen für den restlichen Garten.

Wer den Rasen etwas länger wachsen lässt, statt ihn sehr kurz zu halten, bemerkt neue Hügel oft ohnehin erst später und empfindet sie dadurch als weniger störend. Ein etwas natürlicherer Rasen verträgt sich insgesamt besser mit einem Maulwurf als eine ganz kurz geschnittene, makellose Fläche.